LYDIA VON SPALLART

VERFÜGBARE KUNSTWERkE

- SONNE IN DEN BERGEN -

- MOHNFELD IM GEBIRGE -

- WINTERLANDSCHAFT (STRISOWITZ) -

-WEISSE BERGE -

Lydia von spallart

Mitten im Berlin der 1920er- und 30er-Jahre startete sie ihren eigenwilligen Weg in die Naturabstraktion – stilistisch gut vergleichbar mit Max Weiler.

Geboren wurde die Künstlerin 1899 in Wien, aufgewachsen ist sie jedoch vor allem in Basel. Nach privatem Zeichenunterricht, u.a. auch in München, studierte sie an der Kunstgewerbeschule Basel, ehe sie nach Berlin zog, das in den 1920er Jahren zu den lebendigsten Zentren der europäischen Avantgarde zählte. Bei Arthur Segal und Walter Helbig ausgebildet, bewegte sie sich im Umfeld von „Der Sturm“ und „Novembergruppe“. Somit bot sich ihr ein außergewöhnlich anregendes Umfeld für ihre künstlerische Entwicklung.

In Segals Malschule in Berlin-Charlottenburg, wo sie neben Künstlerinnen wie Lou Albert-Lasard verkehrte, wurde ihr eine Kunstauffassung vermittelt, die auf Goethes Farbenlehre aufbaute. Segal vertrag die Ansicht, dass es in der Natur keine Linie und kein Schwarz-Weiß gäbe, sondern ausschließlich Farbe. Damit prägte er schon früh Spallarts malerisches Denken. Über Segal, der als Mitglied der Novembergruppe in engem Austausch mit Künstlern wie Raoul Hausmann, Hannah Höch, George Grosz und Max Pechstein stand, war sie zudem unmittelbar an die Diskussionen der Berliner Avantgarde angeschlossen.

1924 kehrte sie in die Schweiz zurück, 1926 heiratete sie den Schauspieler Johannes von Spallart in Zürich. 1928 führte ihr Weg sie kurzzeitig auch nach Ascona, wo sie für den Übersetzer und Kunstkritiker Prof. Berthold Fenigstein arbeitete, um sich ihr Wirken als Malerin zu finanzieren. Der Ort war zu dieser Zeit geistiger Mittelpunkt einer Künstlergruppe, der seit 1924 unter anderen Marianne Werefkin, Walter Helbig, Lyonel Feininger, Alexej Jawlensky, Wassily Kandinsky und Paul Klee angehörten. Auch dieser künstlerische Kreis, wirkte durch die intensive Auseinandersetzung mit Farbe und Form nachhaltig auf Spallart.

Nach der Trennung von Johannes von Spallart 1932, ging 1935 eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft mit dem Maler Wilhelm Seelig ein. Ab 1937 mit Malverbot belegt, zog sie 1941 von Strisowitz nach Hall in Tirol und nach Kriegsende mit Seelig weiter nach Martinsbruck bei Nauders, wo sie ihre letzten Lebensjahre verbrachte.

Spallart widmete sich vorwiegend Landschaftsmotiven, die in den 1930er und 1940er Jahren von expressiver Bildgestaltung sind. Ein Großteil der Bilder der Nachkriegszeit bezieht seine Motive aus den Tiroler Bergen. Ihre Malerei entwickelte sich kontinuierlich in Richtung einer zunehmenden Auflösung der Form zugunsten einer gesteigerten Farbsensibilität. Stilistisch lässt sich ihr Oeuvre der 1950er Jahre mit der Malerei Max Weilers vergleichen, mit dem sie die Vorstellung einer aus der Farbe selbst entwickelten, sich vom Gegenständlichen lösenden Bildsprache teilt.

Trotz widriger Lebensumstände verfolgte sie stets zielstrebig ihren Weg als Malerin: „Es war für uns nicht immer verständlich, oft anfechtbar, aber doch bin ich sicher, dass hier ihr innerstes Wesen unbeirrbar einen Weg verfolgt hat, ohne sich von all den äusseren Widerständen und Einflüssen stören zu lassen, die uns oft so unüberwindlich erscheinen.“ (Johannes von Spallart, 24.3.1961)

WERKE IN:

Belvedere, Wien

Sammlung der Österreichischen Nationalbank, Wien

AUSSTELLUNGEN:

1923 Galerie Heller, Berlin

1930 Galerie Commeter, Hamburg

1981 Galerie Herold, Hamburg

1990 Kunsthandel Hieke, Wien