max liebermann

Max Liebermann zählt zu den bedeutendsten deutschen Malern, die den Übergang zur Moderne maßgeblich geprägt haben.

Nach erstem Malunterricht in Berlin setzte er seine Ausbildung an der Kunstakademie in Weimar fort. Ab 1873/74 lebte er in Paris, wo sich sein Interesse an realistischen, ungeschönten Darstellungen des einfachen ländlichen Lebens verstärkte. Dort kam er früh mit der Freilichtmalerei in Berührung und setzte sich mit den Künstlern der École de Barbizon auseinander, deren naturnahe, unmittelbar vor dem Motiv entstandene Malweise prägend wurde. In dieser Zeit hielt er sich auch regelmäßig in den Niederlanden auf und studierte intensiv die niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts. Ab 1878 lebte Liebermann in München, wo seine sozialkritischen Bildthemen im akademischen Kunstbetrieb teils heftige Kontroversen auslösten. 1884 kehrte er nach Berlin zurück. Dort positionierte er sich zunehmend gegen die konservativen Strukturen der offiziellen Kunstinstitutionen und war 1898 Mitbegrün-der sowie erster Präsident der Berliner Secession, die sich für eine zeitgemäße, moderne Kunst einsetzte. Stilistisch vollzog Liebermann einen Wandel hin zu einer helleren, lichtdurchfluteten Farbpalette und einer freien, skizzenhaften Malweise. Besonders hervorzuheben sind die in den Sommermonaten in Noordwijk an der holländischen Küste entstandenen Strandbilder. Mit seiner offenen Malweise gilt Liebermann als Hauptvertreter des deutschen Impressionismus. Als anerkannter Künstler wurde er 1920 Präsident der Preußischen Akademie der Künste. In den letzten Lebensjahren sah er sich jedoch zunehmend dem anwachsenden Antisemitismus ausgesetzt; öffentliche Ehrungen blieben ihm verwehrt, und sein Tod im Jahr 1935 fand kaum Beachtung. Heute zählt Max Lie-bermann neben Max Slevogt und Lovis Corinth zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Moderne. 

WERKE IN:

Staatliche Museen Berlin, Alte Nationalgalerie

Liebermann Villa am Wannsee, Berlin

Städel Museum, Frankfurt

Museum Barberini, Potsdam

Suermondt-Ludwig-Museum, Aachen

Leopold Museum, Wien

Belvedere, Wien 

AUSSTELLUNGEN (AUSWAHL):

Impressionismus in Deutschland, Museum Frieder Burda, Baden Baden, Museum Barberini, Potsdam 2026

Secessionen. Klimt, Stuck, Liebermann, Wien Museum 2024

Max Liebermann. Ein Impressionist aus Berlin, Casa die Goethe, Rom 2024/25

Mein Liebermann. Eine Hommage, Alte Nationalgalerie, Berlin, 1922

Max Liebermann, Anlässlich seines 150. Geburtstags, Jüdisches Museum Wien, 1997/98 

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