verfügbare Kunstwerke
carry hauser
- INGEBORG BACHMANN -
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CArry hauser
Mit seiner persönlichen eigenwilligen Formensprache gehört Carry Hauser zur österreichischen Malerprominenz. In stilistischer Hinsicht bewegt er sich eigenständig zwischen Expressionismus, Neuer Sachlichkeit und Kubismus.
Carry Hausers erste künstlerische Ausbildung führte ihn an die Wiener Kunstgewerbeschule, u.a. bei Oskar Strnad und Franz Cižek. Dies brachte ihn dazu, Kunst als alle Lebensbereiche durchdringend zu denken; auch Literatur und Theater nahmen dabei zeitlebens eine wichtige Rolle ein.
Nach einigen Jahren im Kriegsdienst folgte 1918 die erste Ausstellung in Troppau. Kurz später lernte er den Schriftsteller Franz Theodor Csokor kennen, der ihn schließlich mit dem in der Wiener Kunstszene bestens verankerten Arthur Roessler bekannt machte. 1919 wurde er Mitbegründer der „Freien Bewegung“, entstanden aus der von u.a. Helene Funke zuvor begründeten „Bewegung“, mit dem Ziel der Vernetzung internationaler Kunst von Paris bis Prag und Ungarn. Deutscher Expressionismus und tschechischer Kubismus prägten sein Werk, dazu kamen enge Berührungspunkte zu Johannes Itten.
In dem Jahr machte Roessler auf den „genial begabten“ (Arbeiter Zeitung, 19.6.1919, S. 6) Hauser aufmerksam und ermöglichte ihm im neuen „Haus der jungen Künstlerschaft“ seine erste Wiener Personale.
In den frühen 1920er Jahren folgten erste Bühnenbildentwürfe. 1925 trat Hauser dem Hagenbund bei, dem er später auch in leitender Funktion vorstand. Aus Sorge vor nationalsozialistischer Vereinnahmung, die seine und Hans Tietzes Bemühungen um den Aufbau einer internationalen und kosmopolitischen Moderne in Österreich zerstören wollten, engagierte er sich im Ständestaat, bis er nach dem Anschluss in die Schweiz emigrieren musste.
Nach Rückkehr aus dem Schweizer Exil konnte er erneut auch als Bühnenbildner arbeiten und die Brücke zwischen bildender Kunst und Literatur schlagen, auch an der Josefstadt und dem Burgtheater. In diesem Sinne wurde er mit Csokor Leiter des P.E.N. Clubs, um die literarische Avantgarde zu fördern. Gleichzeitig engagierte er sich auch für die bildende Kunst, verfolgte mit Interesse den Art Club und gründete den neuen Hagenbund.
Heute sind Hausers Werke in allen wichtigen Museen der Moderne Österreichs vertreten.
WERKE IN:
Belvedere, Wien
Wien Museum
Leopold Museum, Wien
Museum Moderner Kunst Passau
Neue Galerie der Stadt Linz
Tiroler Landesmuseum, Innsbruck
Rupertinum, Salzburg