heinrich krause
„Er geht den Weg, den er gehen muss, sein Talent ist viel zu mächtig, als dass es ihm da freie Wahl ließe.“
Hans Ankwicz-Kleehoven 1931
Zur Jahrhundertwende noch unter dem Einfluß von Egger-Lienz von einer gedeckten Farbigkeit bestimmt, tendiert Krauses Malerei zusehends zur Formauflösung. Er meinte: „ein gutes Bild muss sich zerlegen“. Landschaften, Städteansichten, Stilleben - alles überzeugt durch seine spontane Gestaltung, seinen sicheren aber immer lockeren Pinselstrich. Eine trockene, fast kreidige Farbpalette ist für sein Werk typisch wobei seine leicht abstrahierten Motive in einem ganz speziellen Blickwinkel erfasst sind. In den 50er Jahren zeigt sich seine ganze Entfaltungsmöglichkeit. Krause hat daher eine sehr markante und zukunftsweisende Position innerhalb der österreichischen Malerei.
Studium an der Wiener Akademie und Freund von Albin Egger-Lienz. Er war 1914 bis 1937 Mitglied der Wiener Secession. Z.B. 1919 füllten seine Werke, Landschaften, figurale Kompositionen, Bildnisse u.v.a. bei einer Kollektive einen ganzen Raum der Wiener Secession. Später wurde er Mitglied des Wiener Künstlerhauses. Die bekanntesten Portraits seiner Hand zeigen Franz Lehar und Max Mell (Dichterkollege von Hugo von Hofmannsthal).
Von den zahlreichen Ehrungen sind 1925 und 1940 der Preis der Stadt Wien, 1928, 1937, 1965 der Österreichische Staatspreis, 1930 die Goldmedaille der Stadt Graz, 1931 der Reichel-Preis und 1955 der Goldene Lorbeer des Wiener Künstlerhauses besonders zu erwähnen.
WERKE IN:
Wien Museum
Leopold Museum, Wien
AUSSTELLUNGEN:
1914 – 1937 Secession, Wien
ab 1937 Künstlerhaus, Wien
Neben Ausstellungen in Wien wurden seine Werke in Rom, London, Düsseldorf, Graz, Triest, Genua und Bukarest gezeigt
VERFÜGBARE KUNSTWERkE
- SONNENBLUMEN-
- MEDITERRANE LANDSCHAFT-