Rudolf R. Ballabene
VeRFÜGBARE KUNSTWERKE
- RIVALENKAMPF DER HENGSTE -
- DON QUIJOTE UND SANCHO PANSA -
- LIEGENDER AKT -
- BLUMENSTRAUSS MIT MARGERITEN, PFINGSTROSEN UND RITTERSPORN -
- VOR DER HOCHSCHAUBAHN -
- BLUMENSTRAUSS MIT DAHLIEN -
Rudolf R. Ballabene
Besonders auffallend ist der positive und dynamische Charakter von Ballabenes Gemälden – sie sind Zeugen eines stets hoffnungsfrohen Blicks in die Zukunft.
Ballabene wurde 1890 im damals westungarischen Zurndorf geboren, das erst 1921 zum Burgenland kam. Er studierte zunächst Germanistik sowie Philosophie und stand als Schauspieler am Deutschen Theater in Prag auf der Bühne, ehe ihn der Erste Weltkrieg an die Front rief. Der Zusammenbruch der Monarchie brachte politische Wirren mit sich: Sein Widerstand gegen das autoritäre ungarische Regime kostete ihn drei Jahre Haft. In der Zwischenkriegszeit hielt er sich als Journalist und Schauspieler in Österreich und der Tschechoslowakei über Wasser.
Erst 1930 gab ihm seine Frau Elvira in Prag den entscheidenden Impuls, sich fortan ganz der Malerei zu verschreiben. Während des NS-Regimes konnte er wiederum nicht frei agieren und war mit einem Malverbot belegt.
Umso bemerkenswerter fiel sein Neuanfang nach Kriegsende aus. Zurück in Österreich entfaltete sich Ballabenes Schaffen voller Energie. Bereits 1946 zeigte er in Ausstellungen neue Arbeiten und wurde von der Presse für seine kraftvolle, unverwechselbare Bewegungsdarstellung gefeiert:
„Auch Bewegungsstudien [...], die in wenigen kräftigen Pinselstrichen das Charakteristische des bewegten Körpers erfassen: scheinbar nur Fingerübungen und doch Proben eines starken Talents und unermüdlichen Fleißes, dem der Erfolg nicht versagt bleiben wird." Ankwicz-Kleehoven, Wiener Zeitung 20.12.1946
Nach seinem erfolgreichen Neustart iin Wien, setzte sich Ballabenes künstlerische Entwicklung in den 1950er und 1960er Jahren fort: Seine Malweise löste sich zunehmend vom rein Gegenständlichen. Die expressive, dynamische Handschrift, für die er bekannt geworden war, öffnete sich abstrakteren Bildformen, ohne dabei je ganz auf das Motiv zu verzichten. Figurale Motive verband er nun öfter mit geometrischen Formen und zersplitterten Flächen. Er greift die kubistische und futuristische Bildsprache der Moderne wieder auf. Besonders auffallend ist dabei seine ausgeprägte Vorliebe für ein kräftiges, strahlendes Gelb, das in zahlreichen Arbeiten dieser Werkphase als dominierender Farbklang das Bild trägt und den Werken jene charakteristische Wärme und Lebensfreude verleiht, die für Ballabenes Spätwerk so typisch ist.
Ballabenes Schaffensfreude blieb ungebrochen und er feierte auch im Ausland, etwa 1959 in der Galerie Gurlitt in München und 1960 im National Arts Club in New York, große Erfolge.
In Bewegung, Dynamik und Farbigkeit erreicht Ballabene eine ganz eigene, unverwechselbare Meisterschaft. Nach seinem Tod etwas in Vergessenheit geraten, konnte der Kunsthandel Hieke das Oeuvre des Künstlers 1994 erstmals aufarbeiten. Seither finden Ballabenes ansprechende Gemälde besonders guten Zuspruch und wir freuen uns, wieder neue Werke präsentieren zu können.
AUSTELLUNGEN:
1946 Gemeinde Wien, Dorotheergasse 1946 „25 Jahre Burgenland“, Schloss Esterhazy, Eisenstadt
1958 Zagreb, Österreichische Lesehalle
1959 Galerie Gurlitt, München
1960 National Arts Club, New York
1991 Landesgalerie Eisenstadt
1994 Personale, Kunsthandel Hieke, Wien
2005 „Das neue Österreich, Staatsvertragsjubiläum 1955/2005“, Österreichische Galerie Belvedere, Wien
2020 "Burgenland, mon amour", Landesgalerie Burgenland
WERKE IN:
Heeresgeschichtliches Museum, Wien
Museum im Schottenstift, Wien
Wien Museum
Sammlung der Österreichischen Nationalbank