Temesvar/Rumänien 1878 - 1937 Klosterneuburg



MAX KAHRER



Die Gemälde Max Kahrers sind von einem ganz eigenen Charme geprägt. Seine anfänglich impressionistische Sicht- weise wird durch den Einfluss der Wiener Secession bestimmt. Die Begegnungen mit Egon Schiele in der Klosterneuburger Zeit sind ebenfalls für sein Schaffen von Bedeutung. Seine letzte Schaffensphase ab Ende der 20er Jahre, ist von einem besonders markanten Malstil mit Tendenzen zur Neuen Sachlichkeit geprägt. In den verschiedensten Landschaftsthemen, die vor allem aus den Donauauen zum Teil aus dem Hochgebirge und von den Ufern oberösterreichischer und bayrischer Seen stammen, kommt sein starkes Empfinden für Farb- und Formqualitäten voll zur Geltung. Studium an der Wiener Akademie und anschließend in Klosterneuburg tätig. Dort gründete er 1906 die Künstlervereinigung „Verein Heimischer Künstler Klosterneuburg“, deren Vorsitz er zeitweilig führte. Bei einer Ausstellung des Vereins im Jahre 1908 war Kahrer mit 22 Bildern vertreten. Unter den Besu- chern war auch Egon Schiele zu finden. „Am 8. des Monats hatte ich meinen 50. Geburtstag. In meinem Können einen Culminationspunkt erreicht, meine Collectivausstellung in der XII. Klosterneuburger Ausstellung von Kennern vollste Anerken- nung gefunden.“ Der bekannte Kunsthistoriker Arthur Roessler schrieb 1928 über ihn: „Unter den gegenwärtig in Klosterneuburg tätigen Malern ist Max Kahrer zweifellos die künstlerisch bedeutendste Persönlichkeit.“ Sein größter Förderer war der Kunsthändler Heinrich Neumann. Von 1905 bis 1907 war er Mitglied des Hagenbundes.


Ausstellungen:

1905 –1907 Hagenbund

ab 1908 Verein Heimischer Künstler Klosterneuburg

1912 Kunstsalon Heller, Wien

ab 1920 Künstlerhaus, Wien

1999 Personale, Stadtmuseum Klosterneuburg


Werke in:

Belvedere, Wien

Wien Museum

Stadtarchiv Klosterneuburg