CARL Krall
verfügbare Kunstwerke
- OSSIACHERSEE MIT MANGART -
- LEIPZIGER MANN. PELZMÄNTEL UND FÜCHSE (ORIGINALENTWURF) -
- LANDSCHAFT (KAMPTAL) -
- IM SCHLOSSPARK -
CArl krall
Der Charme der 1920er-Jahre durchzieht Kralls Werbegraphiken – sie weisen ihn direkt den Weg zur Malerei der Neuen Sachlichkeit.
Als Autodidakt entwickelte er eine ganz eigene Linie der Neuen Sachlichkeit mit der kristallklaren Schärfe seiner Landschaften. Sein Werk ist von großer Bedeutung für die österreichische Malerei und mit Kanoldt und Schrimpf zu vergleichen. Carl Krall begann seine berufliche Laufbahn als gefragter Werbegrafiker, bevor er sich vermehrt der Malerei widmete.
Ohne akademische Ausbildung als Maler, aber mit einem geschulten Blick für Form und Wirkung, entwarf er eindrucksvolle Illustrationen für Boutiquen, Mode- und Kulturzeitschriften sowie Plakate für Zigarettenmarken, Sektmarken, Theater und den Stummfilm.
Diese Jahre in der angewandten Grafik schärften seine Beobachtungsgabe und sein Gespür für klare, plakative Bildsprache – Eigenschaften, die später sein malerisches Werk prägen sollten. Erst ab den 1920er Jahren wandte er sich zunehmend der freien Malerei zu. Sein malerisches Talent, mit starkem Hang zur Präzision, zielte bald in Richtung Neue Sachlichkeit und überzeugte mit prächtig leuchtenden klaren Landschaften, die nicht, wie sonst oft in dieser künstlerischen Strömung, mit Vorstadttristesse versehen sind. Ganz im Gegenteil, sind zumeist ruhige und menschenleere Landschaften geschildert, die gelegentlich einen Hang zum Überhöhten und Außergewöhnlichen haben.
Sein Talent und seine künstlerische Vielfalt spiegeln sich außerdem in Kralls figuralen Darstellungen, die von stilistischen Merkmalen des Art Deco bestimmt sind und auf der Gewandtheit und Aussagekraft seines graphischen Werkes basieren.
1923 wurde er als Mitglied in den Albrecht Dürer-Bund aufgenommen und später im Verein „Heimische Künstler Klosterneuburgs“, dessen Ausstellungsleiter er wurde. 1944 Ankauf zweier Werke vom Kulturamt der Stadt Wien, 1947 vom Niederösterreichischen Landesmuseum. Von 1945 bis 1956 war er als Mitarbeiter des Bundesdenkmalamtes an der Wiederherstellung von Werken in Schönbrunn und Wiener Neustadt beteiligt. Diverse Sgraffiti in Wien und Mödling stammen von seiner Hand. 1967 erhielt Krall das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
WERKE IN:
Österreichische Nationalbibliothek, Wien
Wienbibliothek im Rathaus, Wien
AUSSTELLUNGEN (Auswahl):
1933 Personale, Zedlitzhalle, Wien
ab 1938 Klosterneuburger Künstlerbund
1938 „Kunst der Ostmark“, Haus der Kunst, Berlin
1943, 1944 Heimische Künstler Klosterneuburgs, Zedlitzhalle Wien
1947 Erste Österreichische Kunstausstellung
1947, Künstlerhaus, Wien
1964 Personale, Österreichische Staatsdruckerei, Wien
2015 Personale, Kunsthandel Hieke, Wien